Ende einer langen Wartezeit – in Kolumbien erhalten indigene Familien etwa 126.000 Hektar Land in Schutzgebieten zugesprochen. Auch ökologische Gründe spielen bei der Landvergabe eine Rolle.
Zeitweise waren die Anträge seit über 20 Jahren in Bearbeitung: Nun erhalten knapp 1.350 indigene Familien in Kolumbien die Zusage für die Erweiterung und Errichtung von Schutzgebieten in den Departements Guaviare, Nariño, Guainía und Vichada. Es handle sich um rund 126.000 Hektar Land. Mit der Entscheidung soll der Schutz der Landschaft in ökologisch wichtigen Regionen gewährleistet werden, wie die Nationale Landagentur (ANT) mitteilte.
ANT-Funktionär Olinto Rubiel Mazabuel begründete die Maßnahme innerhalb einer Agrarreform damit, dass die vorgesehenen Schutzgebiete für die ökologische Vernetzung zwischen den Anden und dem Amazonasgebiet von entscheidender Bedeutung seien. Von der Maßnahme sollen zahlreiche kleine indigene Gemeinden und Völker profitieren.
Die Landverteilung in Kolumbien ist extrem ungleich, große Teile des Landes gehören wenigen Großgrundbesitzern. Dies ist und war ein Grund für die anhaltenden und mit viel Gewalt ausgetragenen Konflikte zwischen Militärs, rechten Paramilitärs und linken Guerrilla-Organisationen. Auch die katholische Kirche in dem Land und international hatte daher immer wieder eine Landreform angeregt, zuletzt Ende Februar im Umfeld einer internationalen Konferenz in der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena.
Text: KNA und weltkirche.de | Symbolbild: Kopp/Misereor






