Symbolbild Gefängnis Kuba Bild: Canva/Montage: weltkirche.de

Vatikan vermittelt – Kuba lässt 51 Gefangene frei

Im „Geiste des guten Willens und der engen und reibungslosen Beziehungen“ zum Vatikan, wie es aus Havanna heißt, sollen in Kürze fünf Dutzend Häftlinge frei kommen. Weitere Einzelheiten teilte das Regime nicht mit.

Kubas Regierung hat die Freilassung von 51 Gefangenen ankündigt – als Geste des „guten Willens“ gegenüber dem Vatikan. Das berichtet die Zeitung „Miami Herald“ unter Berufung auf eine Erklärung des kommunistischen Ein-Parteien-Staates. „Im Geiste des guten Willens und der engen und reibungslosen Beziehungen zwischen dem kubanischen Staat und dem Vatikan“, mit dem seit jeher ein Austausch über die Überprüfung und Freilassung von inhaftierten Personen stattfinde, habe die kubanische Regierung beschlossen, in den kommenden Tagen 51 verurteilte Personen freizulassen, hieß es aus Regierungskreisen in Havanna.

Welche Gefangenen freigelassen werden, ist bislang nicht bekannt. Die Betroffenen hätten „einen erheblichen Teil ihrer Strafe verbüßt und sich im Gefängnis gut verhalten.“ Zuvor hatte die exil-kubanische Menschenrechtsorganisation Prisoners Defenders berichtet, die Gesamtzahl der politischen Gefangenen in Kuba habe mit 1.214 im Februar einen neuen Rekord erreicht.

Papst ruft zum Dialog auf

Zuletzt hatte es eine Reihe von hochkarätigen Treffen und Gesprächsrunden gegeben, an denen Vertreter der USA, Kubas und der Kirche teilnahmen. Papst Leo XIV. hatte Ende Februar den kubanischen Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla in Privataudienz empfangen. Zuvor war bekannt geworden, dass der US-Gesandte auf Kuba, Mike Hammer, im Vatikan Gespräche geführt hatte. Zuvor empfing Leo XIV. auch den kubanischen Bischof Silvano Pedroso Montalvo von Guantánamo-Baracoa. Auf Kuba sprachen wiederum der Erzbischof von Havanna, Kardinal Juan de la Caridad García, und Bischof Arturo González aus der Diözese Santa Clara mit ranghohen Diplomaten aus den USA.

Der gebürtige US-Amerikaner Leo XIV. hatte angesichts der Kuba-Krise jüngst zum Dialog aufgerufen und eine Erklärung der kubanischen Bischöfe aufgegriffen. Diese hatten vor einem „sozialen Chaos“ gewarnt. „Kuba braucht Veränderungen – und diese werden immer dringlicher“, so die Geistlichen. Zugleich erklärten sie sich bereit, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln.

Text: KNA | Bild: Canva/Montage: weltkirche.de

Mehr aus der Weltkirche


Weitere Weltkirche-Meldungen: