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Papst sendet Kardinal Parolin nach Kopenhagen

Dänemark steht selten im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit, derzeit wird es aber dank US-Präsident Trump oft genannt. Auch der Papst schickt jetzt einen Sondergesandten dorthin – allerdings nicht wegen Grönland.

Papst Leo XIV. hat seinen Chefdiplomaten nach Dänemark entsandt. Wie der Vatikan am Dienstag mitteilte, ernannte er Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zum Sondergesandten für kirchliche Jubiläumsfeierlichkeiten in Kopenhagen, die dort am 25. Januar begangen werden. Anlass ist der Beginn der Mission des heiligen Ansgar in Dänemark vor 1.200 Jahren.

In dem am Dienstag veröffentlichten Entsendungsschreiben in lateinischer Sprache betont der Papst die Priorität der christlichen Nächstenliebe, die auch den Benediktinermönch und Skandinavien-Missionar Ansgar angetrieben habe. Bei den Feierlichkeiten in der katholischen Sankt-Ansgar-Kathdrale in Kopenhagen solle Parolin neben dem Klerus, den Ordensleuten und den christlichen Gläubigen auch die politischen Vertreter grüßen und segnen.

Beobachter gehen davon aus, dass der Chefdiplomat des Papstes seinen Aufenthalt in Dänemark auch zu Gesprächen angesichts der jüngsten geopolitischen Krisen um Grönland und Dänemark nutzen wird.

Auch in Norddeutschland ist der frühchristliche Missionar Ansgar ein populärer Heiliger. Dort wollen die beiden großen Kirchen mit einem gemeinsamen Jubiläumsjahr an sei Wirken erinnern. Das Programm mit Gottesdiensten, Pilgerangeboten, Vorträgen und ökumenischen Begegnungen steht unter dem Motto „Ansgar 2026 – Vom Mut, Grenzen zu überwinden“.

Ansgar, der als Apostel des Nordens gilt, wurde um 801 im heutigen Nordfrankreich geboren und wirkte als benediktinischer Missionar in Dänemark und Schweden. 831 wurde er zum ersten Erzbischof von Hamburg ernannt und leitete später das Erzbistum Bremen. Er starb 865 in Bremen und wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt.

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