Menschenhandel

Hände in Ketten. Bild: Tinnakom/stock.adobe.com

Laut Schätzungen sind rund 40 Millionen Menschen auf der Welt Opfer von moderner Sklaverei und organisiertem Menschenhandel. Sie werden als Zwangsarbeiter und, vor allem Frauen und Kinder, als Prostituierte oder auch für den Organhandel ausgebeutet. Menschenhandel ist eine Straftat und eine Verletzung der Menschenrechte. Im Kampf gegen den Menschenhandel setzt die Kirche auf internationale und interreligiöse Zusammenarbeit. Ziel ist es, in Herkunfts- wie Zielländern die Opfer zu schützen, die Täter zu bestrafen, kriminelle Strukturen aufzudecken und zu beseitigen und die Öffentlichkeit aufzuklären.

Aktionsplan gegen Menschenhandel

Der Aktionsplan gegen Menschenhandel ist das Ergebnis eines Reflexionsprozesses unter der Schirmherrschaft der Deutschen Bischofskonferenz und der Santa Marta Gruppe. Dieser Prozess führte Experten aus unterschiedlichen Bereichen in einigen Online-Veranstaltungen zusammen. Auf der Grundlage der Überlegungen dieser Fachleute schlägt der Aktionsplan neun Schlüsselempfehlungen vor, die nach Ansicht der Autoren unbedingt notwendig sind, um den Menschenhandel zu bekämpfen. Aus diesen sorgfältig ausgewählten Empfehlungen resultiert die Forderung nach konkreten Maßnahmen von staatlicher, gesellschaftlicher und individueller Seite. Der Aktionsplan wurde während der 1. Europäischen Santa Marta-Konferenz, die vom 8. bis 9. Februar 2022 stattfand, diskutiert und angereichert.

Im Sinne eines „gesamtgesellschaftlichen Ansatzes“ ist dieser Aktionsplan ein Gruppenprodukt und ein Angebot an diejenigen, die zusammenarbeiten wollen, um mit konkreten Maßnahmen einen systemischen Wandel hinsichtlich der Bekämpfung des Menschenhandels zu erreichen.

Die AG Menschenhandel der Deutschen Bischofskonferenz

Katholische Organisationen und Hilfswerke, die sich im Kampf gegen den Menschenhandel in Deutschland engagieren, arbeiten seit 2014 auf Anregung der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz in der „Arbeitsgruppe Menschenhandel“ zusammen. 2019 wurde sie auch förmlich als Arbeitsgruppe der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz eingerichtet. Den Vorsitz hat Weihbischof Ansgar Puff (Köln) inne. Die Arbeitsgruppe Menschenhandel ermöglicht es den beteiligten Organisationen, ihre Aktivitäten im Kampf gegen Menschenhandel und für die Anliegen der Betroffenen zu bündeln, zu koordinieren und ihre Expertise für politische Arbeit auf verschiedenen Ebenen aufzubereiten. Die Arbeitsgruppe unterhält eine Geschäftsstelle in Berlin.

Der AG Menschenhandel gehören folgende Organisationen an:

Studien & Berichte

Global


National


Europäisch

Positionen und Diskussionspapiere

Weltgebetstag gegen Menschenhandel, jährlich am 8. Februar:

Organisationen & Links

Global

National

Dokumente des Vatikan

Relevante Rechtsinstrumente

Rechtsgrundlagen International (via KOK)

Rechtsgrundlagen in Deutschland (via KOK)

  • AsylbLG
  • Aufenthaltsgesetz
  • StGB
  • Bedenkfrist
  • FreizügigkeitsG EU
  • SGB II/XII
  • Strafprozessordnung
  • OEG

Bild: Tinnakom/stock.adobe.com

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