
Franz von Assisi ist ein unbequemer Heiliger. Völlige Armut bis zur Bettelei, Gehorsam, absolute Hingabe an Gott. Von Anfang an verlangte er seinen Anhängern viel ab. Doch Millionen verehren ihn auch 800 Jahre später.

Schon das ganze Jahr über wird Assisi von Menschen geflutet, die Franziskus zu seinem 800. Todestag ehren wollen. Am Gedenktag selbst reist Italiens Staatspräsident an. Doch das Ereignis soll über das Land hinausstrahlen.

Manche schalten beim Bergwandern ab, andere im Yoga-Retreat am Meer. In einer idyllischen Ecke Italiens empfangen deutsche Ordensfrauen Gäste, die mitleben wollen. Da winken Besinnung in Kapelle, Küche und Kräutergarten.

Im Mittelalter war Assisi gleichrangig mit Pilgerorten wie Jerusalem oder Santiago de Compostela. Jetzt, im 800. Todesjahr des heiligen Franziskus, boomt Assisi. Nun kommt der Papst – und das nicht alleine.

Mit einem stillen Gebet an Migrantengräbern, einem Besuch am Tor Europas und deutlichen Worten an die EU setzt Papst Leo XIV. auf Lampedusa Zeichen für Menschlichkeit und Verantwortung. Ein Kurzbesuch mit Signalwirkung.

USA, Peru, Rom: Entscheidende Wegmarken im Leben des Robert Francis Prevost, heute Papst Leo XIV. Über die ersten beiden Stationen veröffentlichte der Vatikan bereits Dokus. Nun wird die Trilogie komplettiert.

Gegen die Logik von Rückzug und Gewalt müsse Europa für die Lösung von Konflikten einstehen, fordern die Bischofskonferenzen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Polen. Ein einmaliger Vorgang.

Kaum ein katholischer Heiliger ist so populär wie Franz von Assisi. In diesem Jahr wird vor allem in seiner Geburtsstadt Assisi sein 800. Todestag begangen. Ein Höhepunkt des Festjahres: die Ausstellung seiner Reliquien.