
In gut einem Jahr wird in Argentinien gewählt. Vor dem Hintergrund sinkender Umfragewerte entdeckt Präsident Milei ein neues Thema. Es geht um die Ehre des Vaterlands.

Uruguay, Argentinien und Peru rechnen beim Besuch von Leo XIV. mit hohen Besucherzahlen. In Buenos Aires denkt man anlässlich der Visite im November gar über einen Feiertag nach.

Vor 50 Jahren wurde Bischof Enrique Angelelli ermordet. Der Geistliche, der auch mit dem späteren Papst Franziskus bekannt war, hatte Argentiniens damals neu etablierte Militärdiktatur (1976-1983) kritisiert.

Traditionell ist das argentinische Staatsoberhaupt am Nationalfeiertag zu Gast beim Dankgottesdienst. Die Kirche nutzt die Anwesenheit der Regierung zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Lage der Nation.

Mit einem Konzert eines Priesters und DJs hat Buenos Aires an den vor einem Jahr verstorbenen Papst Franziskus gedacht. Der Ansturm an Feiernden überraschte selbst die Organisatoren.

Vor dem 50. Jahrestag des Militärputsches in Argentinien erinnern die katholischen Bischöfe an die Stärke der Demokratie: Sie zeige sich in der Fürsorge für die Schwächsten.

Heute regiert in Argentinien ein Präsident im Elvis-Look, mit Kettensäge und markigen Worten. Ein harter Kontrast: Vor 50 Jahren übernahmen rechte Militärs. Ihre Spezialität: Folter und Abwurf Oppositioneller ins Meer.

Mit Strukturreformen will Argentiniens libertäre Regierung ein in die Jahre gekommenes Modell modernisieren. Das polarisiert: Warnende Stimmen wie Zustimmung prägen die Debatte.