Abendstimmung über der Donau in Budapest (Ungarn) am 21. Januar 2024. Bild: Magdalena Thiele/KNA

Ungarns Bischöfe erinnern an antikommunistischen Aufstand 1956

Vor 70 Jahren gingen in Ungarn Tausende gegen die kommunistische Regierung auf die Straße. Die Bischöfe des Landes feiern zum Gedenken einen Gottesdienst – mit einem Zeitzeugen aus eigenen Reihen.

Zum 70. Jahrestag des Volksaufstands in Ungarn gedenken die katholischen Bischöfe der Revolution und ihrer blutigen Niederschlagung durch die Sowjetarmee. Am Freitag findet ein Gottesdienst in der Budapester Universitätskirche statt, wie die österreichische Nachrichtenagentur Kathpress am Montag meldete. Die Predigt hält der emeritierte Bischof von Györ, Lajos Papai, der die Erhebung als 16-Jähriger miterlebte.

Der Universitätsplatz, an dem die Kirche liegt, und die umliegenden Straßen waren im Oktober und November 1956 Schauplätze der revolutionären Ereignisse und der bewaffneten Auseinandersetzungen. Der Volksaufstand gegen die kommunistische Herrschaft in Ungarn begann am 23. Oktober 1956 mit einer Großdemonstration in Budapest. Mit dem Einmarsch der Roten Armee wurde er ab dem 4. November blutig niedergeschlagen. Die Kämpfe forderten auf ungarischer Seite etwa 20.000 Tote. Mehr als 200.000 Ungarn flohen ins westliche Ausland.

Text: KNA | Bild: Magdalena Thiele/KNA (Symbolbild)

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