Angriffe auf Entwicklungshelfer nehmen zu. Dutzende Hilfsorganisationen fordern deshalb mehr Schutz von der EU. Und Konsequenzen für die Täter.
Dutzende europäische Nichtregierungsorganisationen fordern von der EU mehr Schutz für Entwicklungshelfer. Die Europäische Union müsse sicherstellen, dass ihr Einsatz nicht politisch instrumentalisiert wird, heißt es in einer an Dienstag verbreiteten Erklärung. Die Organisationen, darunter Caritas Europa, Welthungerhilfe und Oxfam, beziehen sich auf Zahlen der „Aid Worker Security Database“, wonach Angriffe auf Entwicklungshelfer zuletzt gestiegen sind.
Entwicklungshelfer vor Ort werden demnach nicht nur Opfer von Tötungsdelikten, sondern auch von Entführungen, Verhaftungen und sexuellem Missbrauch. Besonders betroffen seien humanitäre Helfer in Kriegsgebieten wie dem Gazastreifen und dem Sudan.
Die Organisationen kritisieren fehlendenden politischen Willen, Helfer zu schützen. Die EU dürfe Angriffe nicht nur öffentlich anprangern, sondern müsse auch ihre politischen und juristischen Werkzeuge einsetzen und so Angriffe verhindern und Angreifer zur Rechenschaft ziehen. Auch müssten Sicherheitsvorkehrungen stärker finanziell unterstützt werden, so die Organisationen.
Am Donnerstag und Freitag fand in Brüssel eine internationale Konferenz zum Schutz von Entwicklungshelfern statt. Nach Angaben der EU benötigen mehr als 305 Millionen Menschen weltweit Entwicklungshilfe.
Text: KNA | Bild: Caritas Ukraine/Caritas international





