Mary Teresa Barron, Präsidentin der Weltvereinigung der katholischen Ordensoberinnen (UISG), spricht bei einer Pressekonferenz während der Weltsynode am 7. Oktober 2024 im Vatikan. Bild: Paolo Galosi/Romano Siciliani/KNA

Ordensschwester Barron wird Leiterin der Päpstlichen Missionswerke

Papst Leo XIV. hat die irische Ordensfrau Schwester Mary Teresa Barron zur neuen Präsidentin der Päpstlichen Missionswerke im Vatikan ernannt. Bislang war der Posten meist Erzbischöfen vorbehalten.

Die irische Ordensfrau Schwester Mary Teresa Barron wird Präsidentin der Päpstlichen Missionswerke im Vatikan. Papst Leo XIV. ernannte sie am Donnerstag zur beigeordneten Sekretärin der vatikanischen Evangelisierungsbehörde. Ihre neue Aufgabe antreten soll sie am 4. Januar 2027.

Die Päpstlichen Missionswerke in Deutschland begrüßten die Ernennung Barrons. Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von Missio Aachen, erklärte am Donnerstag, mit dieser Entscheidung setze Papst Leo erneut ein wichtiges Zeichen. „Es braucht mehr Frauen in Führungspositionen der Kirche. Ihre Erfahrungen, ihre Kompetenz und ihre Perspektiven sind unverzichtbar“, so Bingener.

Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von Missio München, hob Barrons langjährige Erfahrung hervor. Sie sei selbst in mehreren afrikanischen Ländern im Einsatz gewesen, unter anderem in Tansania. „Sie weiß also aus eigener Erfahrung, unter welchen Bedingungen die ärmsten Menschen dort leben und wie es gelingen kann, aus dem Geist des Evangeliums heraus Lebensperspektiven und Zukunft zu schaffen“, betont Huber. Er freue sich darauf, sie bei der kommenden, weltweiten Aufgabe zu unterstützen.

Die erste Frau an der Spitze Päpstlicher Missionswerke ist Barron derweil nicht: Ideengeberin und Gründerin der ersten Organisation dieser Art war die 2022 selig gesprochene Pauline Jaricot. Sie war im 19. Jahrhundert in Frankreich aktiv gewesen.

Das internationale Netzwerk der Päpstlichen Missionswerke ist heute weltweit in rund 120 Ländern vertreten. Es richtet unter anderem im Oktober die Aktion zum Sonntag der Weltmission aus.

Text: dr/weltkirche.de | Bild: Paolo Galosi/Romano Siciliani/KNA

Mehr aus der Weltkirche

  • Die Ware „Mensch“

    Die Ware „Mensch“

    Menschenhandel gilt zu Recht als eines der abscheulichsten Verbrechen unserer Zeit – und es ist zugleich ein Milliardengeschäft. Die Europäische Union schätzt die Profite, die mit der „Ware Mensch“ gemacht werden, auf mehr als 46,9 Milliarden Euro pro Jahr. Und einer erst kürzlich vorgestellten Studie der EU-Kommission zufolge hat der Menschenhandel in der Europäischen Union…


  • Das „System Menschenhandel“

    Das „System Menschenhandel“

    Menschenhandel – ein perfides Verbrechen. Die Täter agieren lautlos, skrupellos und grenzenlos. Ihre Opfer schweigen aus Angst und Scham. Die Profiteure bleiben unerkannt. Das macht Ermittlungen schwierig. Verlässliche Zahlen gibt es nicht, die Dunkelziffern sind hoch. Anhand des Schicksals einer jungen Rumänin in Deutschland zeigt Inge Bell, wie das unfassbare System Menschenhandel hier und heute…



Weitere Weltkirche-Meldungen: