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Australische Religionsvertreter fordern Klima-Solidarität mit Pazifik-Inseln

Australien und die Pazifischen Inseln sind sehr stark vom Klimawandel betroffen. Seit Montag findet in Fidschi das Vorbereitungstreffen der pazifischen Länder zum COP31 genannten Weltklimagipfel statt.

Australische Religionsvertreter fordern Klima-Solidarität mit den Pazifischen Inseln ein. In einem Offenen Brief verlangen sie von Premierminister Anthony Albanese, sich bei der internationalen Klimakonferenz COP31 mit den pazifischen Nachbarn für ein globales Abkommen zu fossilen Brennstoffen sowie einen fairen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas einzusetzen.

Diese Forderung von 80 australischen Religionsvertretern werde am Dienstag australischer Zeit durch koordinierte Aktionen in Kirchen, Tempeln und Moscheen in vielen australischen Städten veröffentlicht, teilte das Netzwerk „Australische religiöse Antwort auf den Klimawandel“ (ARRCC) mit.

Dessen Geschäftsführer, der Buddhist Tejopala Rawls, sagte: „Im Buddhismus bedeutet Erwachen, klar zu sehen, was tatsächlich geschieht, anstatt an der Welt festzuhalten, wie wir sie gerne hätten.“ Die Realität, mit der die pazifischen Nachbarn konfrontiert sei, habe sich verändert. Australien müsse dies verantwortungsvoll und mutig angehen.

Der anglikanische Bischof Philip Huggins betonte mit Blick auf geopolitische Erschütterungen wie den Krieg im Iran: „Das Sonnenlicht legt 150 Millionen Kilometer zurück, um die Erde zu erreichen; doch keine dieser Meilen führt durch die Straße von Hormus.“

Der Übergang zu erneuerbaren Energien sei nicht nur für das Klima, sondern auch für die Energiesicherheit von Bedeutung, so der Bischof; und: „Unsere pazifischen Nachbarn bitten uns, (…) internationale Bemühungen zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu unterstützen – wohl wissend, dass dieser Übergang so entscheidend wie komplex ist.“

Australien moderiert die Verhandlungen in Antalia

Die Präsidentin der Uniting Church, Charissa Suli, wies auf Australiens Verantwortung als Verhandlungsführer bei der Weltklimakonferenz COP31 der Vereinten Nationen im November in der Türkei hin. Sie mahnte: „Kirchenvertreter aus dem Pazifikraum haben die Dringlichkeit der Klimakrise und die Notwendigkeit eines gerechten Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen deutlich gemacht.“ Daher müsse Australien deren Prioritäten „in unsere Verhandlungsführung einbringen“.

Die pazifischen Inselstaaten und Australien wollen bei der Vorbereitungsrunde PreCop31 in Fidschi und Tuvalu auf die besondere Klimaverwundbarkeit kleiner Inselstaaten aufmerksam machen und verstärkte Maßnahmen in den Bereichen Klimafinanzierung, Anpassung an den Klimawandel sowie Umgang mit Verlusten und Schäden fordern. Für Deutschland nimmt der Staatssekretär im Umweltministerium, Jochen Flasbarth, teil.

„Kleine Inselstaaten sind von den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark betroffen“, erklärte Flasbarth im Vorfeld. Sie trieben schon seit langem eine engagierte internationale Klimapolitik voran. Daher werde die diesjährige PreCOP auch die klimapolitischen Perspektiven und Lösungsansätze der pazifischen Inselstaaten in den Mittelpunkt rücken.

Australien und die Türkei hatten sich im November 2025 nach langem Streit auf die Ausrichtung von COP31 geeinigt. Das Treffen ist vom 9. bis 20. November im türkischen Antalya geplant. Australien übernimmt im Vorfeld und während des Treffens den Verhandlungsvorsitz und will so auch die Interessen des Pazifiks wahrnehmen.

Text: KNA | Weltkirche.de-Karte auf Basis von Natural Earth-Daten

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