Auf ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda haben die deutschen Bischöfe einen neuen Vorsitzenden für die bischöfliche Kommission Weltkirche und Migration bestimmt. Der „Neue“ bringt dafür bereits einiges an Erfahrungen mit. Sein Amtsvorgänger übernimmt die Leitung einer anderen Kommission.
Er kommt aus dem Südwesten und bringt langjährige Erfahrungen in der weltkirchlichen Arbeit mit: Bischof Dr. Klaus Krämer (Rottenburg-Stuttgart) wird neuer Vorsitzender der Kommission VIII – Weltkirche und Migration der Deutschen Bischofskonferenz. Für die anstehende Amtsperiode 2026-2031 übernimmt er damit die Aufgabe, die weltkirchliche Arbeit der katholischen Kirche in Deutschland in einer Zeit zu prägen, die von Strukturveränderungen, einem Rückgang staatlicher Förderung und geringeren Einnahmen aus Kollekten und kirchlichen Haushalten geprägt ist.
Dr. Klaus Krämer ist weltkirchlichen Themen seit langem verbunden. 2008 beriefen die deutschen Bischöfe den gebürtigen Stuttgarter zum Präsidenten von Missio Aachen, 2010 zusätzlich zum Präsidenten des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ – Ämter, die er bis 2019 ausübte. Anschließend kehrte Krämer in sein Heimatbistum Rottenburg-Stuttgart zurück, wo er zunächst verschiedene Aufgaben in der Diözesanverwaltung übernahm. Ende 2024 wurde er zum Bischof geweiht und mit der Leitung der Diözese Rottenburg-Stuttgart betraut. Seit 2025 ist Krämer zudem Präsident des Internationalen Ministrantinnen- und Ministrantenbundes (CIM).
Bischof Meier übernimmt Ökumene-Kommission
Krämers Amtsvorgänger, der bisherige Weltkirche-Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg), übernimmt künftig den Vorsitz der bischöflichen Kommission VII, die sich mit Ökumene und interreligiösem Dialog beschäftigt. Dort löst er den früheren Magdeburger Bischof Dr. Gerhard Feige ab. Für Meier wird die Eingewöhnung in der neuen Kommission vermutlich nicht lange dauern, schließlich war er bereits in der Vergangenheit Mitglied der Ökumenekommission und Vorsitzender der früheren Unterkommission interreligiöser Dialog.
Etwas Zeit für die Eingewöhnung werden dennoch nicht nur Krämer und Meier, sondern alle in Fulda neu gewählten Kommissionspräsidenten brauchen. Denn die Aufgabenbereiche wurden neu strukturiert, die Zahl der Kommissionen von 14 auf acht reduziert.
In den kommenden Tagen stehen bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz weitere Wahlen an. So gilt es, neben den Kommissionsvorsitzenden auch die stellvertretenden Vorsitzenden, Mitglieder, Beraterinnen und Berater zu bestimmen. Die Bekanntgabe der Ergebnisse wird im Zusammenhang mit der Abschlusspressekonferenz zur Vollversammlung am 1. Oktober erwartet.
Text: dr/weltkirche.de mit Information von DBK und PBA | Bild: Jens Kramer/Diözese Rottenburg-Stuttgart







