Christ-König-Kirche Nuuk (Grönland). Bild: Georg Austen/Bonfiatiuswerk

Hilfswerk gibt elf Millionen Euro für katholische Minderheiten aus

Elf Millionen Euro für katholische Minderheiten: Das Bonifatiuswerk fördert auch 2026 Christen in der Diaspora. Eine Gruppe bekommt erstmals finanzielle Unterstützung.

Mit elf Millionen Euro will das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in diesem Jahr Projekte für Christen in der Diaspora unterstützen. Das teilte das Hilfswerk am Dienstag in Paderborn mit. Die Fördersumme ist ähnlich hoch wie in den Vorjahren. „In unsicheren Zeiten sind verlässliche Hilfe und bewährte Formen in der Zusammenarbeit wichtiger denn je“, erklärte Generalsekretär Georg Austen.

Das Bonifatiuswerk mit Sitz in Paderborn fördert Katholiken in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum, die in ihrer Region als Minderheit leben. Es finanziert sich aus Vermächtnissen, Schenkungen, Einzelspenden, Mitgliedsbeiträgen sowie einer jährlichen bundesweiten Sammlung.

Von der Fördersumme gehen laut Mitteilung 5,4 Millionen Euro an Priester und hauptamtliche Diakone, die in Nord-, Mittel- und Osteuropa in der Seelsorge tätig sind. 2,3 Millionen Euro sind für Bauhilfen vorgesehen, also etwa für Bau und Sanierung von Kirchen, Klöstern und Gemeindezentren. Für den Bereich Kinder- und Jugendhilfe, in dem unter anderem Kindertagesstätten und religiöse Kinderwochen gefördert werden, stehen 1,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Bereich Glaubenshilfe sollen den Angaben zufolge Projekte mit rund einer Million Euro gefördert werden. Für das Feld Verkehrshilfe sind 600.000 Euro eingeplant. Dazu gehören die gelben „Boni-Busse“, die ein Markenzeichen des Hilfswerks sind und die Diaspora-Gemeinden helfen sollen, weite Strecken zu überwinden. Erstmals gibt es eine Sonderförderung für katholische Frauenorden; für diesen Zweck stehen 100.000 Euro zur Verfügung.

Text: KNA | Bild: Georg Austen/Bonfiatiuswerk

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