Frau mit ihrer Tochter in Nueva Union, Yurimaguas, Peru. Bild: Achim Pohl/Adveniat

Jahresbericht Weltkirche 2025 erschienen: 537 Millionen Euro für internationale Hilfsprojekte

Die Konferenz Weltkirche ist der Zusammenschluss der international tätigen Einrichtungen der katholischen Kirche in Deutschland unter dem Vorsitz des Bischofs von Augsburg, Dr. Bertram Meier. Sie hat heute (16. September 2026) ihren Jahresbericht Weltkirche 2025 veröffentlicht. Trotz zurückgehender Mittel konnten die katholischen Hilfswerke, (Erz-)Bistümer und Orden im vergangenen Jahr Hilfsmaßnahmen in aller Welt mit 537 Millionen Euro fördern. Sie unterstützten Projekte in den Bereichen Pastoral, Bildung, Gesundheit, Friedensarbeit und Landwirtschaft in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa und leisteten Nothilfe in Krisengebieten.

Projekte von Pfarrgemeinden, katholischen Verbänden und Schulen, die diese unabhängig von Bistümern, Orden und Hilfswerken durchführen, werden im Jahresbericht Weltkirche nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Höhe der Hilfsleistungen ist also höher als im Jahresbericht angegeben.

Bischof Meier, der zugleich Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ist, dankte den Spenderinnen und Spendern, die diese Arbeit ermöglicht haben. „Hinter der beeindruckenden Zahl von 537 Millionen Euro stehen konkrete Schicksale, die eine positive Wendung genommen haben“, sagte er aus Anlass der Veröffentlichung. „Wir bauen keine Straßen oder Häfen. Unsere Projekte sind nicht dazu da, ganze Volkswirtschaften anzukurbeln. Aber sie bewirken Veränderungen im Leben so vieler Menschen. Sie finden Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das wird von keiner Statistik erfasst“, unterstrich Bischof Meier.

Der Jahresbericht Weltkirche 2025 gibt Rechenschaft über die Verwendung der eingesetzten Mittel, verteilt nach Kontinenten und Projektträgern. Finanziert werden die weltkirchlichen Projekte zum überwiegenden Teil durch Kollekten, Spenden und sonstige Einkünfte wie Vermächtnisse sowie durch die Kirchensteuer. Für Entwicklungsprojekte und humanitäre Hilfe konnten außerdem öffentliche Mittel eingesetzt werden.

Zusätzlich zur ausführlichen Online-Version ist eine Kurzfassung als Flyer erschienen. Er enthält die wichtigsten Daten und die Leitideen der katholischen Missions- und Entwicklungsarbeit. Dazu gehören die Begründung des internationalen Engagements im christlichen Glauben, der Einsatz für Gerechtigkeit und die Unterstützung von Menschen am Rand der Gesellschaft. Sie sollen befähigt werden, für sich und ihre Gemeinschaften zu sorgen.

Text: DBK | Bild: Achim Pohl/Adveniat

Mehr aus der Weltkirche

  • Das „System Menschenhandel“

    Das „System Menschenhandel“

    Menschenhandel – ein perfides Verbrechen. Die Täter agieren lautlos, skrupellos und grenzenlos. Ihre Opfer schweigen aus Angst und Scham. Die Profiteure bleiben unerkannt. Das macht Ermittlungen schwierig. Verlässliche Zahlen gibt es nicht, die Dunkelziffern sind hoch. Anhand des Schicksals einer jungen Rumänin in Deutschland zeigt Inge Bell, wie das unfassbare System Menschenhandel hier und heute…



Weitere Weltkirche-Meldungen: