Seismograph, Symbolbild Erdbeben. Bild: vchalup/stock.adobe.com

Papst stellt 100.000 Euro für Erdbebenhilfe in Kolumbien bereit

Tote, Verletzte und Vermisste: Das starke Erdbeben hat viele Menschen in Kolumbien schwer getroffen. Der Papst schickte eine erste finanzielle Soforthilfe, weitere Unterstützung soll folgen – auch aus Deutschland.

Papst Leo XIV. hat 100.000 Euro als Soforthilfe für die vom schweren Erdbeben betroffenen Gebiete in Kolumbien bereitgestellt. Das Päpstliche Almosenamt überwies den Betrag zur Weiterverteilung an die Kolumbianische Bischofskonferenz, wie das Portal Vatican News am Mittwoch berichtete. Es handele sich um eine erste Spende, um die dringendsten Notlagen zu beheben. Weitere konkrete Hilfen sollen folgen, sobald der Bedarf ermittelt sei.

Am Dienstag hatte der Papst in einem Telegramm an die kolumbianischen Bischöfe seine Anteilnahme ausgedrückt. Bei der Generalaudienz am Mittwoch bekräftigte das Kirchenoberhaupt seine Verbundenheit mit den Menschen in Kolumbien. „Während ich zum Herrn für die ewige Ruhe der Verstorbenen bete, versichere ich den Familien und allen, die von dieser Tragödie getroffen wurden, meine Gebete“, sagte Leo XIV. Zugleich dankte er den Rettungskräften für ihren Einsatz.

Soforthilfe auch von Adveniat

Auch das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat hat angekündigt, die Betroffenen des Erdbebens zu unterstützen. Nach Angaben der Organisation werden dazu in einem ersten Schritt 105.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Hilfe wird über langjährige Adveniat-Partner in den betroffenen Regionen Quibdó, Buenaventura und Istmina organisiert. Diese verteilen Lebensmittel, Medikamente und Hygienekits sowie Matratzen und Zelte, da viele Häuser nicht mehr bewohnbar sind. Auch psychosoziale Unterstützung wird angeboten. Um die Hilfsgüter in die betroffenen Regionen zu bringen, wird außerdem Benzin organisiert.

Reiner Wilhelm, Kolumbien-Referent des Lateinamerika-Hilfswerks, hob dabei die Bedeutung eingespielter Abläufe hervor. Die kirchlichen Strukturen, die Adveniat und seine Partnerorganisationen nutzten, stellten sicher, dass die Hilfe tatsächlich bei den Menschen ankomme – auch in Gebieten, die von bewaffneten Gruppen kontrolliert werden, so Wilhelm.

Text: KNA | Bild: vchalup/stock.adobe.com

16.08.2026: Soforthilfe Adveniat /dr

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