Zum zweiten Mal innerhalb von knapp zwei Monaten sorgt ein tödlicher Schusswaffen-Angriff an einer philippinischen Schule für Entsetzen.
Auf den Philippinen ist es erneut zu einem Amoklauf an einer Schule gekommen. Ein Schüler der vom katholischen Jesuiten-Orden geleiteten „Ateneo Zamboanga City High School“ auf der Insel Mindanao tötete dabei einen Mitschüler und dann sich selbst. Der Schütze habe die Tat live in den sozialen Medien übertragen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur PNA.
Innenminister Jonvic Remulla sagte PNA, der Neuntklässler habe am Morgen mit einer Pistole und einem Gewehr die Schule betreten und wahllos um sich geschossen. Dabei habe er einen Zehntklässler getötet. Anschließend sei er im fünften Stock vom Gebäude gesprungen und ums Leben gekommen.
Die Polizei ermittele derzeit, wie der Täter die Waffen auf das Schulgelände bringen konnte. „Das ist die große Frage, denn es waren Sicherheitsleute am Eingang“, sagte Remulla.
Die Bildungseinrichtung des Erzbistums Zamboanga teilte auf Facebook mit, sie sorge derzeit für die sichere Rückkehr der Schüler und die Sicherheit auf dem Campus. Sie stehe in engem Kontakt mit den Behörden, um einen vollständigen Bericht zu dem Vorfall zu erhalten.
Amokläufe sind auf den Philippinen selten, obwohl politisch motivierte Waffengewalt weit verbreitet ist. Schätzungen zufolge besitzen auf den Philippinen etwa 3,8 bis 4 Millionen Privatpersonen legal und illegal Schusswaffen.
Allerdings wurden erst am 22. Juni dieses Jahres bei einer Schießerei an einer Schule in der Stadt Tacloban drei Schüler getötet und zahlreiche weitere verletzt. Die Polizei nahm zwei minderjährige Schüler als mutmaßliche Täter fest.
Nachdem 2025 in der Stadt Nueva Ecija eine 15-Jährige in ihrer Schule angeschossen wurde, ordnete das Bildungsministerium ein generelles Waffenverbot sowie Taschenkontrollen an allen philippinischen Schulen an.
Text: KNA | Bild: andriano_cz/stock.adobe.com (Symbolbild)







