Seismograph, Symbolbild Erdbeben. Bild: vchalup/stock.adobe.com

Nach Erdbeben in Japan: Hitze und Wasserknappheit verstärken Not der Betroffenen

Rund 12.000 zerstörte Gebäude nach dem Erdbeben in Japan führen dazu, dass viele Menschen in Autos übernachten. Bei Extremhitze mit gefährlichen Folgen. Ein Mensch starb mutmaßlich an einem Hitzschlag.

Eine Woche nach dem Erdbeben der Stärke 7,1 im Südwesten Japans halten sich weiter mehr als 8.000 Menschen in Notunterkünften auf. Auch am Dienstag sei wegen extremer Hitze die Wasserversorgung vielerorts unterbrochen gewesen, berichten japanische Medien. Etwa 45.000 Haushalte in fünf Gemeinden der Präfektur Kumamoto seien von der Wasserversorgung abgeschnitten.

Wassertankwagen aus ganz Japan seien im Einsatz. Die Behörden verstärkten zur Vorbeugung von Hitzeschlägen die Trinkwasserversorgung in den Notunterkünften, stellten mehr mobile Toiletten bereit und setzten mobile Kühlgeräte ein. In vielen Teilen der Präfektur seien zu Wochenbeginn erstmals seit der Aufzeichnung von Wetterdaten Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad gemessen worden.

Eine Person, die in ihrem Auto übernachtete, starb mutmaßlich durch Hitzschlag. Die Gesamtzahl der Menschen, die aus Furcht vor neuen Beben in ihren Autos übernachten, sei aber noch unklar, hieß es. Insgesamt liege die Zahl der Todesopfer vom 28. Juli jetzt bei 38.

Darunter befänden sich auch die sieben Menschen, die bei einer Explosion in einem Einkaufszentrum in Kashima starben, sowie neun Personen, die beim Einsturz eines Schornsteins ums Leben kamen. Insgesamt seien in der Präfektur rund 12.000 Gebäude durch das Beben beschädigt worden.

Am Dienstag gab die Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi laut den Berichten umgerechnet gut 130 Millionen Euro staatlicher Rücklagen für die Instandsetzung von Autobahnbrücken, die Lieferung von Hilfsgütern und den Bau von Behelfsunterkünften im Erdbebengebiet frei.

Japan liegt am „Pazifischen Feuerring“ aus Vulkanen, der das Pazifikbecken teilweise umschließt. In dem Inselstaat ereignen sich laut Experten rund 20 Prozent aller weltweiten Erdbeben der Stärke 6 oder höher.

Text: KNA | Bild: vchalup/stock.adobe.com

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