Landkarte mit Bangladesch, Sri Lanka, Thailand, Kambodscha, Myanmar, Laos, Brunei, Malaysia, Vietnam. Bild: Weltkirche.de auf Grundlage von Natural Earth-Daten

Verschüttete Bergleute in Laos: Helfer berichten von Lebenszeichen

Seit sieben Tagen steckt eine Gruppe von Goldsuchern in einer stillgelegten Mine in Laos fest. Fünf von ihnen wurden nun zumindest geortet und sind am Leben. Die Arbeit steht den Rettern aber noch bevor.

Zumindest fünf von sieben in einer Goldmine in Laos verschütteten Personen sind offenbar noch am Leben. „Das ist nur eine kurze Erleichterung, denn die fünf Überlebenden befinden sich nach wie vor in der letzten Kammer – allesamt wohlauf und guter Dinge; doch ihre Bergung steht uns noch bevor, und sie wird alles andere als leicht werden“, teilte der finnische Taucher Mikko Paasi am Mittwoch auf Facebook mit.

Ein Video zum Beitrag zeigt einige der Bergleute zusammengekauert in einer Felsnische in dem überfluteten Minenschacht. Paasi war bereits 2018 an der dramatischen Bergung einer Jugendfußballmannschaft aus einer überfluteten Höhle in Thailand beteiligt. Vor fünf Tagen habe er sich der Rettungsaktion in Laos angeschlossen.

Die insgesamt sieben Goldsucher sind nach Angaben der Rettungsmannschaft seit einer Woche in der etwa 300 Meter vom Eingang der Mine entfernten letzten Kammer eingeschlossen. Im Inneren der Mine mussten die Retter Hunderte Meter voller Engstellen, Überflutungen, Einsturzgefahren und einem hohen Risiko durch verunreinigte Luft bewältigen, um zu den Eingeschlossenen zu gelangen. Die Gruppe hatte sich den Angaben zufolge in der stillgelegten Mine befunden, als diese durch schwere Regengüsse überschwemmt wurde.

Rettungsteams haben in den vergangenen Tagen daran gearbeitet, das Wasser aus der Goldmine in der zentralen Provinz Xaysomboun abzupumpen, wie staatliche laotische Medien berichten. Vor Ort stünden Krankenwagen, Einsatzfahrzeuge sowie medizinisches Personal bereit, um eine sofortige Erstversorgung zu gewährleisten. Die lokalen Behörden versorgten gemeinsam mit Polizei, Militär, Jugendgruppen aus den Dörfern und Anwohnern die Rettungsteams aus Laos und dem benachbarten Thailand mit Lebensmitteln und anderen nötigen Gütern.

Text: KNA | Bild: weltkirche.de auf Basis von Natural Earth Daten

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