Mindestens 14 Menschen sind bei einem Zugunglück in Indonesien gestorben. Die Bergung der Opfer war schwierig, ist nun aber abgeschlossen. Die Aufklärung des Vorfalls steht damit aber erst am Anfang.
Nach einem schweren Zugunglück nahe der indonesischen Hauptstadt Jakarta hat das Parlament eine lückenlose Aufklärung gefordert. „Eine sofortige und umfassende Untersuchung dieses Vorfalls ist erforderlich, um die Ursache zu ermitteln – ob menschliches Versagen, Signalprobleme oder Probleme im Betriebsmanagement vorlagen“, sagte die stellvertretende Parlamentssprecherin Sari Yuliati am Dienstag indonesischen Medien.
Bei dem Zusammenstoß zwischen einem Nahverkehrszug und einem Fernzug in Bekasi am Montagabend sind nach offiziellen Angaben mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 80 weitere verletzt worden. Unfallursache ist nach ersten Einschätzungen ein Schaden am Nahverkehrszug durch die Berührung mit einem Auto, weswegen der Zug zum Stehen kam. Der Fernverkehrszug sei dann ungebremst auf den anderen Zug aufgefahren.
Mehrere Menschen seien aufgrund der Wucht des Aufpralls in den Waggons eingeklemmt worden, hieß es von den Rettungskräften. Der letzte Waggon des Nahverkehrszuges, der für Frauen reserviert war, war besonders betroffen. Im Fernverkehrszug habe es weder Tote noch Verletzte gegeben. Die Bergung der im Wrack eingeschlossenen Überlebenden sei schwierig gewesen, aber inzwischen abgeschlossen, so ein Sprecher der Rettungsteams.
Laut dem Portal Antara News wurden die Überlebenden in nahe gelegene Krankenhäuser eingewiesen. Über die Behandlung der akuten Verletzungen hinaus sollen die Betroffenen weiterhin medizinisch und psychologisch versorgt werden, erklärte Gesundheitsminister Budi Gunadi Sadikin.
Text: KNA | Bild: zerophoto/stock.adobe.com (Symbolbild)







