Die internationale Entwicklungszusammenarbeit ist wegen rückläufiger Finanzmittel unter Druck geraten. Laut einer Studie wird sie überdies durch russische Desinformation im Netz diskreditiert.
Russische Akteure versuchen offenbar, mit Desinformation über Entwicklungszusammenarbeit westliche Institutionen zu diskreditieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie vom Center für Monitoring, Analyse und Strategie, die der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt. Zugenommen habe der Trend rund um die Auflösung der US-Entwicklungsorganisation USAID vor einem Jahr.
Für ihre Studie haben die Experten nach eigenen Angaben rund 36.000 Telegram-Nachrichten aus rund 3.000 Kanälen und 2.000 Gruppen aus deutschsprachigen rechtsradikalen Kreisen ausgewertet. Beobachtet wurde der Zeitraum Januar bis März 2025.
In dieser Zeit gingen demnach ausgewählte russische Desinformationsnarrative viral und erreichten online ein Millionenpublikum, auch in deutscher Sprache. In den Beiträgen der einschlägigen Kanäle und Gruppen wird Entwicklungszusammenarbeit sowohl mit Blick auf die USA als auch hinsichtlich Deutschlands und der EU als ineffizient und verschwenderisch dargestellt. Deutsche und europäische Entwicklungsprojekte würden, so die Wissenschaftler, mit unbelegten Vorwürfen der Korruption und Terrorismusfinanzierung angegriffen. Ein Narrativ sei dabei, dass Entwicklungszusammenarbeit ein Vorhaben korrupter Eliten sei, die ausländische Interessen über die der deutschen Bürger stellten.
Text: KNA | Bild: dr/weltkirche.de






