Kardinal Pierbattista Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, beim Abschluss der Palmsonntagsprozession im Hof der Sankt-Anna-Kirche am 13. April 2025 in Jerusalem (Israel). Bild: Andrea Krogmann/KNA

Nach Eklat: Lateinischer Patriarch soll nun doch Zugang zur Grabeskirche erhalten

Gestern war kirchlichen Würdenträgern der Zugang verwehrt worden, jetzt rudert Israels Regierung offenbar zurück. Nach weltweiter Kritik darf der Lateinische Patriarch nun doch einen Gottesdienst in der Jerusalemer Grabeskirche feiern.

Nach dem Eklat an Palmsonntag soll der Lateinische Patriarch, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, nun doch unverzüglich vollen Zugang zur Grabeskirche in Jerusalem erhalten. Das schrieb Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagmorgen auf der Plattform X. Er habe den zuständigen Behörden eine entsprechende Anweisung erteilt. Am Sonntag waren mit Pizzaballa und dem Franziskanerkustos Francesco Ielpo die beiden wichtigsten katholischen Vertreter im Heiligen Land am Besuch der Grabeskirche gehindert worden. Weltweit führte das zu Kritik.

Netanjahu rechtfertigte die Entscheidung und begründete sie mit Raketenangriffen durch den Iran. „Bei einem Angriff schlugen Raketenfragmente nur wenige Meter von der Grabeskirche entfernt ein“, hieß es in der Mitteilung. Zum Schutz der Gläubigen habe Israel Angehörige aller Religionen gebeten, vorübergehend auf Gottesdienste an den christlichen, muslimischen und jüdischen heiligen Stätten in der Jerusalemer Altstadt zu verzichten.

Kardinal Pizzaballa sei aus besonderer Sorge um seine Sicherheit gebeten worden, keine Messe in der Grabeskirche zu feiern. Dennoch wolle man ihm nun die Feier eines Gottesdienstes nach seinen Wünschen ermöglichen.

Text: KNA | Bild: Andrea Krogmann/KNA

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