Ein Mann tippt auf einem Smartphone am 22. Mai 2025. Bild: Julia Steinbrecht/KNA

Indonesien führt Social-Media-Verbot für Kinder ein

Das muslimisch geprägte Indonesien ist das erste Land in Asien, das ein spezifisches Social-Media-Verbot zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einführen möchte. Auch eine Spiele-Plattform wird es wohl treffen.

Als erstes Land in Asien verbietet Indonesien Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ab Monatsende den Zugang zu Sozialen Medien. Das Verbot trete schrittweise ab 28. März für Plattformen wie Youtube, Tiktok, Facebook, Instagram, Threads, X, Bigolive und die Spiele-Plattform Roblox in Kraft, meldete das Nachrichtenportal Jakarta Post am Montag. Minderjährige sollten so vor Risiken wie Pornografie, Cybermobbing, Online-Betrug und suchtartiger Internetnutzung geschützt werden. Es gebe aber noch keine Informationen über Details der Durchsetzung.

Laut Umfragen von 2025 sind Eltern in Indonesien mehrheitlich für eine Zugangsbeschränkung Minderjähriger zu Sozialen Medien. Als Hauptgrund nannten die meisten Befragten altersunangemessene Inhalte. Als erstes Land weltweit führte Australien im Dezember ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ein. Seitdem wurden nach Angaben der Regulierungsbehörde eSafety mehr als 4,7 Millionen Nutzerkonten von Kindern und Jugendlichen blockiert. Zuletzt hatte auch der südindische Bundesstaat Karnataka angekündigt, ein Social Media-Verbot zu prüren.

Text: KNA | Bild: Julia Steinbrecht/KNA

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