Nach einer Explosion vor der Synagoge in Lüttich sprechen Politiker von einem antisemitischen Akt. Der katholische Bischof der Stadt nennt die Tat zutiefst inakzeptabel.
In Lüttich in Belgien hat es vor der dortigen Synagoge eine Explosion gegeben. Laut Medienberichten ereignete sich der Vorfall am Montagmorgen. Belgische Politiker sprachen von einem antisemitischen Hintergrund; die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Bei der Explosion seien Sachschäden an dem Gebäude aus dem Jahr 1899 entstanden, das auch ein Museum zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Lüttichs beherbergt.
Lüttichs katholischer Bischof Jean-Pierre Delville zeigte sich solidarisch mit den jüdischen Bürgern der Stadt. Eine solche Gewalttat sei zutiefst inakzeptabel und könne durch nichts gerechtfertigt werden. „Synagogen, Kirchen, Moscheen und alle Gebetsstätten müssen stets Orte der Andacht, des Friedens und der Sicherheit für diejenigen bleiben, die sich dort versammeln“, so Delville.
In Belgien leben geschätzt rund 50.000 Juden, die meisten in der Hauptstadt Brüssel und in Antwerpen. Seit dem Überfall der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel im Oktober 2023 und dem darauf folgenden Krieg im Gazastreifen haben antisemitische Übergriffe Berichten zufolge zugenommen.
Text: KNA | Bild: New Africa/stock.adobe.com


