Flaggen vieler Länder. Symbolbild. Bild: Michael Ahaus/KNA

Nach 17 Jahren endet internationaler Freiwilligendienst kulturweit

Kein Geld mehr für den Freiwilligendienst in der Kultur: Das Auswärtige Amt streicht Fördermittel für ein Programm der Unesco. Nach mehr als 6.500 Freiwilligen ist Schluss.

Nach 17 Jahren stellt das Auswärtige Amt 2027 die Förderung des internationalen Freiwilligendienstes kulturweit ein. Damit endet das Programm mit einem letzten Jahrgang ab September, wie die Deutsche Unesco-Kommission am Freitag in Berlin mitteilte. Dann sollen noch einmal 300 Freiwillige für ein halbes Jahr ausreisen.

„Leider zwingt uns die Haushaltslage, die Förderung von kulturweit im kommenden Jahr einzustellen“, erklärte der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Bernhard Kotsch. Die in 17 Jahren entstandenen Netzwerke blieben aber ein wichtiger Nährboden für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Zuletzt förderte das Auswärtige Amt das Projekt mit rund fünf Millionen Euro jährlich.

Die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, Maria Böhmer, bedauert die Entscheidung. Sie betreffe ein Programm, das gerade in Zeiten zunehmender globaler Spannungen verbinde. „Deutschland braucht junge Menschen mit internationaler Kompetenz, die in einer eng vernetzten Welt Brücken schlagen und dadurch zu Frieden, Sicherheit und Freiheit beitragen“, so Böhmer.

Laut Unesco-Angaben nahmen seit 2009 rund 6.500 Menschen zwischen 18 und 26 Jahren an dem Programm teil. Kooperationspartner sind demnach unter anderen der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Welle Akademie, das Goethe-Institut sowie zahlreiche Unesco-Nationalkommissionen.

Text: KNA | Bild: Michael Althaus/KNA

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