Die Inselstaaten im Pazifik leiden massiv unter dem Klimawandel. Durch den Anstieg des Meeresspiegels, Küstenerosion und häufige Extremwetterereignisse sind ganze Regionen vom Untergang bedroht. Zeit, neu zu planen.
Die Regierungen der Inselstaaten im Pazifik haben am Mittwoch die weltweit ersten Leitlinien für Klima-Umsiedlungen veröffentlicht. Menschenrechtler bei der Konferenz des „Pacific Islands Forum“ (PIF) in Fidschis Hauptstadt Suva begrüßen das.
Die Klimaexpertin Erica Bower von Human Rights Watch erklärte nach der offiziellen Vorstellung der „Regionalen Leitlinien für geplante Umsiedlung im Pazifik“: „Dieser Leitfaden erkennt an, dass die geplante Umsiedlung an einen neuen Standort eine letzte Maßnahme für Gemeinschaften darstellt, die sich an ihrem jetzigen Standort nicht mehr an die Folgen des Klimawandels anpassen können, und dass Rechte, Würde und Selbstbestimmungsrecht dieser Gemeinschaften geschützt werden müssen.“
Die Regierungen müssten nun sicherstellen, so Bower, dass die nationalen Rahmenbedingungen für geplante Umsiedlungen mit den regionalen Vorgaben übereinstimmen. Zudem brauche es einen Zugang zu Finanzmitteln.
Die Konferenz der PIF dient der Vorbereitung der internationalen Klimakonferenz COP31 im November. Gastgeber dafür ist die Türkei; Verhandlungsführer wird Australien sein.
Die „Pazifische Konferenz der Kirchen“ (PCC) hat Gemeindevertreter erfolgreich direkt in hochrangige Diskussionen zur Klimamobilität eingebunden. Dies sei ein Wandel von einer Interessenvertretung durch zivilgesellschaftliche Organisationen hin zu einer echten Beteiligung der Gemeinden an Entscheidungsprozessen, sagte die PCC-Vertreterin Frances Namoumou dem in Fidschi erscheinenden Nachrichtenportal „Island Business“. Das verschaffe den Stimmen der Betroffenen mehr Gehör.
Die PCC mit Sitz in Fidschi ist eine ökumenische Organisation der Kirchen von 17 pazifischen Inselstaaten. Zu den Mitgliedern zählen die römisch-katholische, die anglikanische, methodistische, kongregationalistische, presbyterianische und unierte Kirchen.
Text: KNA | Karte: weltkirche.de mit Natural Earth-Daten






