Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim, und neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) schaut ernst am 24. Februar 2026 im Burkardushaus in Würzburg. Bild: Katharina Gebauer/KNA

Bischöfe rufen EU zu Selbstbewusstsein auf

Europa war von Anfang an ein Herzensprojekt der katholischen Kirche. Angesichts vielfältiger Bedrohungen ermuntern die katholischen Bischöfe die EU, Rückgrat und Selbstbewusstsein zu zeigen.

Die katholischen Bischöfe Deutschlands haben an die EU appelliert, ihren Platz in der Welt selbstbewusst zu behaupten. Die europäische Integration sei nicht nur ein Friedensprojekt für diesen Kontinent, sondern ein unverzichtbares Element des Weltfriedens, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, am Donnerstag in Würzburg. Eine auf Regeln gründende internationale Ordnung und der Multilateralismus müssten verteidigt werden.

Zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe kritisierte der Hildesheimer Bischof auch die Haltung der US-Regierung gegenüber Europa. Die freiheitliche Demokratie sei akut gefährdet, wenn die USA eine angeblich eingeschränkte Meinungsfreiheit oder eine vermeintlich defekte Demokratie in der EU beklagten und mit politischen Kräften wie der AfD kooperierten.

Wilmer kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Forderungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Grönland. Zugleich sei die Nato durch den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine wieder mit der Gefahr eines Kriegs in Europa konfrontiert. Zudem gebe es zunehmende Provokationen gegen das Gebiet der Nato.

Text: KNA | Bild: Katharina Gebauer/KNA

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